Klausurtagung 2011

Frauenchiemsee – Von Gstadt aus setzten am 08.01.2010 fünf engagierte Jungpolitiker der JU Kiefersfelden auf die Insel über um dort im Kloster an der traditionellen Dreikönigs-Klausurtagung der Kreisverbände Altötting, Traunstein und natürlich Rosenheim teilzunehmen.

Der Traunsteiner Kreisvorsitzende Siegfried Walch betonte in seiner Begrüßung, dass die Fraueninsel schon fast symbolträchtig für den Zusammenhalt der drei Verbände sei.

Auch dieses mal, war die alljährliche Zusammenkunft von hohem Besuch begleitet.
Den ersten Programmpunkt bildete eine Podiumsdiskussion mit Georg Schmid, dem Vorsitzenden der CSU-Landtagsfraktion. Schmid legte zwar zum einen die schweren Herausforderungen der aktuellen Finanz- und Wirtschaftspolitik dar, bekräftigte aber zum andern sehr optimistisch, dass „Bayern mit Mut, Zuversicht und Selbstvertrauen” ins Jahr 2011 starten könne. Zwar seien umfangreiche Sparmaßnahmen in vielen Bereichen nötig, jedoch sollten diese keineswegs die Ressorts Bildung, Innovation und Familie treffen. Im Gegenteil, hier seien umfassende Förderungen unbedingt erforderlich.
Im weiteren Verlauf der Diskussion wurde der Fokus auf die geforderte Wiedereinführung der Sperrstunde gelegt, was Schmid ursprünglich nicht als Kernthema seines Referats vorgesehen war.
Er erkannte jedoch schließlich, dass dies für junge Menschen doch große Priorität hat. Schließlich einigte sich die Junge Union, einstimmig gegen eine neue Sperrstunde.
So beschlossen fast 70 anwesende Gäste der 3 Kreisverbände nach der ausführlichen Diskussion eine gemeinsame Resolution: Die Kommunen können diese Angelegenheit sehr gut selber regeln. Eine Bevormundung von seitens der Staatsregierung ist definitiv nicht erforderlich!

Den zweiten Punkt auf der Tagesordnung füllte Peter Peltzer, der Ministerialbeauftragte für Realschulen in Bayern. Anschaulich stellte der Erfahrene Referent die aktuelle Situation der Schulversorgung in Bayern dar, indem er besonderes Augenmerk auf den Landkreis Rosenheim richtete. In einer kritischen und realistischen Darstellung wurde die Praxis lebhaft dargestellt.

Nach einem gemeinsamen Fondue, diskutierten die über 70 Teilnehmer im Kamingespräch mit den Kreisvorsitzenden Tobias Zech (Altötting), Siegfried Walch (Traunstein) und Christian Müllers (Rosenheim) unter der Moderation von Hans Peter Dangschat (Geschäftsführer KV Traunstein) über junge Kommunalpolitik. Hier ging es besonders darum wie man es schafft junge Menschen für Politik zu begeistern und in die politischen Entscheidungen vor Ort einzubinden. Auch unterhielt man sich über Möglichkeiten dem strukturellen Wandel im ländlichen Raum entgegenzuwirken und die Gemeinden für Arbeitgeber und vor allem für junge Familien attraktiv zu gestalten.

Abschließend ließ sich feststellen, dass die Kreisverbände der Jungen Union durch lebhafte Diskussionen und gutes Miteinander bewiesen hätten, dass auch in der Politik ein starkes, geschlossenes Bild möglich sei.